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Serie – Urlaubsziele für Radfahrer – Nordfriesland

Im Nordwesten von Schleswig-Holstein, direkt an der Grenze zu Dänemark, laden Marsch- und Geestgebiet den Radfahrer zu sportlichen sowie erholsamen Touren ein.

Ausgedehnte Sandstrände, Wattenmeer, Sylt, Amrum, Pharisäer und vieles mehr laden den Urlauber ein

Mannigfaltig sind die Reize Nordfrieslands: Sylt, selbsternannte Königin der deutschen Urlaubsinseln, wetteifert mit Amrum und Föhr um die Gunst des Publikums. Unterschiedlich zeigen sich die Natur und der Charakter der drei Eilande. Ganz anders wiederum die Halligen im Wattenmeer und die dem Meer abgerungenen Landflächen, Köge genannt. Hier spürt man besonders, wie der „Blanke Hans“ seine Handschrift in den Gesichtern und Lebensweisen der Menschen hinterlassen hat. Eine abwechslungsreiche Reise bringt dem Besucher das Geschehen um Ebbe und Flut und das Leben im Wattenmeer näher.

Neben täglichen Radtouren können Schifffahrten unternommen werden, wobei man Blicke auf die von Seehunden bevölkerten Sandbänke werfen kann. Wildgänse, Schnepfen, Seeschwalben, Rotschenkel und Regenpfeifer geben sich alljährlich zu Tausenden ein Stelldichein und vollführen ein einzigartiges Schauspiel der Natur. Eine Wattwanderung von der Hallig Langeneß zur Hallig Oland, auf der zurzeit zwanzig Menschen zu Hause sind, ist ein besonderes Erlebnis. Im Wechselspiel der Gezeiten und der Winde bleibt der Alltag weit zurück und beim Rumgrog oder Pharisäer kommt der Klönschnack mit den Friesen schnell in Gang.

Mögliche Radtouren in der Übersicht:

Emil Nolde – Künstlerleben, ca. 30 Kilometer

Los geht es am Bahnhof Niebüll, von dem aus Sie nach Seebüll nahe der dänischen Grenze radeln. Die expressionistische Malerei Emil Noldes lädt im Nolde Museum Seebüll dazu ein, sich auf die Radtour einzustimmen. Das Museum besteht aus mehreren Teilen: dem historischen Noldehaus, dem Staudengarten sowie einem modernen Gebäude, das eine biografische Ausstellung zu Noldes Leben zeigt. Im ehemaligen Wohnhaus des Künstlers gibt es drei verschiedene Bereiche. Im Erdgeschoss, wo früher Noldes Atelier lag, finden Besucher heute die religiösen Bilder des Künstlers. Außerdem blieben Wohnräume mit den Möbeln des Paares erhalten. Der Bildersaal im ersten Stock mit etwa 30 Gemälden wird für die aktuelle, jährlich wechselnde Ausstellung genutzt. Auf dieser Etage, der früheren Wohnräume der Noldes, entstanden Kabinette für grafische Arbeiten und Aquarelle.

Blütenpracht und satte Farben im Staudengarten

Nolde liebte die Farben von Blumen Zeit seines Lebens und legte überall, wo er sich niederließ, einen Garten an. Blütenpracht und Grün inspirierten den Künstler und dienten ihm als Motiv für zahlreiche Garten- und Blumenbilder. In Seebüll legten Nolde und seine Frau Ada einen besonderes prächtigen Staudengarten an, noch heute ist die Gestaltung der Wege in Form der Buchstaben A und E (für Ada und Emil) erhalten. Neben Rasenflächen und einzelnen Gehölzen blühen dort von April bis Oktober zahlreiche Stauden wie Schwertlilie, Rittersporn, Sonnenbraut, Lupine und Storchschnabel.

Weitere Informationen zum Künstler Emil Nolde erfahren Sie auf der Internetseite der Nolde Stiftung: https://www.nolde-stiftung.de/

Noch beeindruckt vom leuchtenden Farbenspiel der Gemälde steigen Sie in Klanxbüll in die Bahn. Über den Hindenburgdamm geht es nach Westerland auf Sylt, wo Sie das Meeresrauschen maritim beschwingt.

Pidder Lüng und seine Nachfahren auf Sylt, ca. 55 Kilometer

Genießen Sie die Insel Sylt und radeln zum Rantum-Becken und über Keitum mit seinen vielen reetgedeckten Häusern bis nach Kampen. Die größte deutsche Nordseeinsel ist nicht nur wegen ihrer Vielzahl an prominenten Besuchern sehenswert. Sie ist vor allem ein kleines Naturparadies. Syltrosen säumen die Wege. Austernfischer, Seeschwalben, Möwen und Regenpfeifer begleiten die Fahrt. Von den hunderten Schmetterlingsarten der Insel werden Sie einige bestaunen können und mit etwas Glück lassen sich sogar Schweinswale beobachten, eine Delfinart, die vor Sylt ihre Kinderstube eingerichtet hat. Zu einem Picknick hoch über der Steilküste am Roten Kliff lädt die fantastische Aussicht ein. Anschließend führt der Weg weiter durch die Dünen nach List, bis zu Deutschlands nördlichsten Punk und wieder zurück nach Westerland.

Sylter Sagen und Märchen

Vieles lässt sich in den jahrhundertealten Sylter Sagen und Legenden wiederfinden, die sich um die Insel ranken. Sie handeln von bekannten Sagenfiguren wie Pidder Lüng und Ekke Nekkepenn.

Pidder Lüng

Eine der bekanntesten Sagen von Sylt ist die Geschichte von Pidder Lüng, dem Freiheitskämpfer, der für den Spruch „Lewwer duad üs Slaaw!“ („Lieber tot als Sklave!“) bekannt ist. Laut der 200 Jahre alten Geschichte von Christian Peter Hansen, die er zur Zeit der dänischen Herrschaft über Sylt schrieb, saß Pidder Lüng beim Abendessen mit seinen Eltern in Hörnum, als der dänische Amtsmann Henning Pogwisch eintrat, um die Steuern einzutreiben. Als Pidder Lüng sich weigerte, beleidigte Pogwisch ihn und seine Eltern und spuckte am Ende sogar in den dampfenden Grünkohltopf. Aus Wut steckte Pidder Lüng den Steuereintreiber mit den Worten: „Wer in den Kohl spuckt, der soll ihn auch fressen!“ kopfüber in den Topf, bis dieser nicht mehr zappelte. Dafür musste Pidder Lüng mit dem Boot seines Vaters von der Insel Sylt flüchten und segelte jahrelang ruhelos übers Meer, bis er sich wieder nach Hörnum traute. Dort stellte er eine Flotte zusammen, mit der er fortan als räuberischer Seemann zusammen mit Gleichgesinnten die Meere unsicher machte. Nur gelegentlich kehrte er nach Sylt zurück. Durch seine erfolgreichen Plündereien wurde Pidder Lüng jedoch übermütig und ließ sich eines Tages in Westerland in die Falle locken. Vor Gericht wurde er mit sechs seiner Genossen zum Tode verurteilt und bei Munkmarsch gehängt. So wurde der Wahlspruch von Pidder Lüng – „Lewwer duad üs Slaaw!“ – am Ende Wirklichkeit.

Ekke Nekkepenn

In der Mitte des 19. Jahrhunderts gebräuchlichsten, auf den Sylter Heimatforscher, Volkskundler und Graphiker Christian Peter Hansen zurückgehenden literarischen Ausformung stellt Ekke Nekkepenn einen Meermann dar, der gemeinsam mit seiner Frau Rahn auf dem Grunde der Nordsee lebt und mit Seeleuten und Bewohnern der nordfriesischen Inseln Schabernack treibt. In Theodor Storms 1866 veröffentlichter Novelle „die Regentrude“ taucht ein Feuermännlein mit dem Namen Eckeneckepenn auf, das mit seinem Schadenzauber für das Verdorren der Felder sorgt.

Mehr zum Meermann Ekke Nekkepenn erfahren Sie hier auf der Internetseite des Frühstückshotels Ekke Nekkepenn auf Amrum: https://www.ekkenekkepenn.de/amrum-ekke-nekkepenn/

Walfänger auf Föhr, ca. 45 Kilometer

Etwas früher als gewöhnlich sollte diese Rundreise mit dem Fahrrad starten, um nach Hörnum zu gelangen. Dort erwartet Sie ein Schiff, dass Sie nach Wyk auf Föhr bringt. Entdecken Sie per Rad das üppige grüne Eiland, das im Volksmund auch liebevoll „Die Friesische Karibik“ genannt wird. Windgeschützt mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (UNESCO-Weltnaturerbe) bietet Föhr mit seinen urigen Reetdächern eine einmalige maritime Kulisse. Von der goldenen Zeit, als über 150 Kapitäne von Walfangschiffen auf Föhr lebten, berichten die „sprechenden Grabsteine“ der drei Föhrer Kirchen. Die abenteuerlichen Lebensgeschichten vieler Walfänger sind hier aufgeschrieben.

Sprechende Grabsteine (Föhr)

Die Sprechenden Grabsteine von Föhr, auch Erzählende Grabsteine, stehen auf den Friedhöfen der St. Laurentii-Kirche in Süderende, der St. Johannes-Kirche in Nieblum sowie der St. Nikolai-Kirche in Boldixum (heute ein Ortsteil von Wyk auf Föhr). Vergleichbare Objekte finden sich auf der Nachbarinsel Amrum. Sie stehen allesamt unter Denkmalschutz. Ihre Inschriften berichten vom Familien- und Berufsleben wie auch von besonderen Ereignissen im Leben und von Ehrenämtern der Verstorbenen. Mit 265 Grabplatten und Grabsteinen verfügt der Friedhof von St. Johannis über den größten Bestand an historisch wertvollen Grabmalen. Bekanntester Grabstein auf Föhr ist Matthias Petersen, genannt der „glückliche Matthias“. Einziger Bildschmuck des Steins ist ein Relief, das wappenartig die Glücksgöttin Fortuna über einem schwimmenden Wal zeigt. Die – als einzige auf dem Friedhof von St. Laurentii – lateinische Inschrift berichtet vom Erfolg des 1706 Verstorbenen, 373 Wale in fünf Jahrzehnten erlegt zu haben.

Mehr zu den „Sprechenden Grabsteinen“ finden Sie hier: http://nordseepresse.de/nordsee-nachrichten/grabsteine-bestattung-nordsee/

Auf den Spuren des Schimmelreiters, ca. 45 Kilometer

Zurück auf dem Festland, durchradeln Sie den Hauke-Haien-, den Sönke-Nissen- und den Reußenkoog und kommen in das größte Vogelschutzgebiet Nordfrieslands. Die mittägliche Stärkung sollten Sie an der Arlauschleuse einnehmen. „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm spielt in dieser Gegend. In Husum angekommen, haben Sie die Möglichkeit, sich im Stormhaus mit dem Leben des Dichters zu beschäftigen.

Hans Theodor Woldson Storm

Theodor Storm war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Storm war studierter Jurist und arbeitete unter anderem als Rechtsanwalt und Richter. Storm galt als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des bürgerlichen bzw. poetischen Realismus, wobei neben seinen Gedichten besonders seine Novellen seinen Ruhm begründen. Das bekannteste Werk Storms, die Novelle Der Schimmelreiter, wird häufig als Lektüre im Deutschunterricht verwendet.

Eng verbunden mit Husum

„Kaum eine andere Stadt ist so eng mit dem Leben und Werk eines Dichters verbunden wie Husum mit dem Storms“ (Thomas Steensen: Kleines Husum ABC. 2014, S.7). In seinem berühmten Gedicht Die Stadt (1852) hat er ihr ein Denkmal gesetzt:

Die Stadt

Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt.

 

Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai
Kein Vogel ohn’ Unterlass;
Die Wandergans mit hartem Schrei
Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei,
Am Strande weht das Gras.

Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir
Du graue Stadt am Meer.

 

Weiter Informationen und Termine zum Schriftsteller findet ihr hier: https://www.storm-gesellschaft.de/

 

 

 

 

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